Fritz Erich Himmelmayer

  • Geb. am 16.12.1921
  • Geburtsort: Wien
  • Kategorie: Diplomstudiengang
  • Heimatberechtigung: Wien (Wien), Österreich
  • Staatsbürgerschaft: Österreich

Fritz Erich war das einzige Kind, das aus der Ehe von Adolf Rosenzweig (1894-1927) und Natalia Himmelmayer (1898-1966) hervorgegangen ist.

An der Oberschule des 3. Wiener Gemeindebezirks legte er die sogenannte Kriegsmatura ab. Da er nach nationalsozialistischer Auffassung als 'Mischling' galt, war zur Zulassung zum Studium an der Hochschule für Welthandel die Zustimmung des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (Berlin) erforderlich. Diese lag allerdings Anfang Mai 1944 immer noch nicht vor. Inwieweit er in der NS-Zeit unter Vorbehalt Lehrveranstaltungen hat besuchen und Prüfungen ablegen dürfen, geht aus den überlieferten Unterlagen nicht hervor.

Fest steht aber, dass ihm nach dem Zweiten Weltkrieg drei Semester als Wiedergutmachung angerechnet wurden. So war er zwischen Sommersemester 1945 und Sommersemester 1947 als ordentlicher Hörer inskribiert, zwischen Wintersemester 1947/48 und Sommersemester 1949 als außerordentlicher Hörer. Im Juni 1946 hat er erfolgreich die Diplomprüfung abgelegt, im Juli 1949 wurde er zum Doktor der Handelswissenschaften promoviert. Auf Vorschlag von Professor Willi Bouffier, der nach dem „Anschluss“ von den Nationalsozialisten seines Amtes enthoben worden war, wurde Himmelmayer 1948 zum Assistenten am Institut für Kleingewerbeforschung bestellt.

Im Anschluss an die Promotion wurde er in Wien Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. 1977 übersiedelte er nach Hemmingford (Kanada), 1987 ließ er sich in den USA nieder.

1945 ging Himmelmayer seine erste Ehe ein, 1960 heiratete er Karin Milda Kalbas. Aus beiden Ehen sind jeweils zwei Kinder hervorgegangen.

 

Autor: Johannes Koll

Quellenhinweise

Wirtschaftsuniversität Wien, Universitätsarchiv, Studierendenkarteikarte und Protokoll des Professorenkollegiums vom 30. Januar 1948, Bl. 3.
My Geneology, http://familytreemaker.genealogy.com/users/h/i/m/Karin-M-Himmelmayer-VA/WEBSITE-0001/UHP-0008.html mit weiteren Links zu Familienangehörigen [28. August 2013].
Alfred M. Posselt: Die Ehrenarier – Verräter oder geschonte Opfer? Eine zeitgeschichtliche Studie (150 untersuchte Einzelfälle), Wien 1992, S. 90.

Feedback senden

Erweiterte Suche