Hans Bader

  • Geb. am 27.09.1919
  • Geburtsort: Wien
  • Kategorie: Diplomstudiengang
  • Heimatberechtigung: Wien (Wien), Österreich
  • Staatsbürgerschaft: Österreich

Hans Bader war Sohn des in Wien ansässigen Vertreters Wilhelm Bader und der Cäcilie, geborene Batscha oder Batschka. Seine Eltern hatten 1918 in Wien-Landstraße den Bund der Ehe geschlossen.

Im Anschluss an den Besuch des Realgymnasiums Wien XVIII (damals wie heute unter der Adresse Schopenhauer Str. 49) war Hans im Wintersemester 1937/38 an der Hochschule für Welthandel für den Diplomstudiengang inskribiert. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der elterlichen Wohnung in der Weimarer Straße 17/9 (18. Wiener Gemeindebezirk).

Als Jude musste Hans Bader das Studium nach dem 'Anschluss' Österreichs vom März 1938 aufgeben. Laut Meldeauskunft ist er im August 1938 aus Österreich „ausgewandert“. 1939 lebte er in der Stadt Prag, die im März 1939 von den Nationalsozialisten besetzt und Teil des deutsch beherrschten Reichsprotektorats Böhmen und Mähren wurde. Zumindest im November 1939 war er in der Žatecká 4 gemeldet, unweit des Alstädter Rings. Von hier aus versuchte Hans, nach Peru zu emigrieren. Vergeblich, denn am 16. Oktober 1941 wurde er von der Mánesova 34 aus zusammen mit 999 anderen Personen mit Transport Nr. 621 ins Ghetto Litzmannstadt/Łódź deportiert. Hier wurde er zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet. Hans Bader gehörte somit nicht zu den 27 Personen von Transport 621, die die Shoah überlebt haben.

 

Autor: Johannes Koll

Quellenhinweise

Wirtschaftsuniversität Wien, Universitätsarchiv, Studierendenkarteikarte.
GenTeam. Die genealogische Datenbank, https://genteam.at/index.php [20. November 2020]: Index der jüdischen Matriken WIEN und NÖ, Nr. 192845 und 273751.
Meldeauskunft des Wiener Stadt- und Landesarchivs, GZ MA 8 – B-MEW-1049023-2020.
Holocaust.cz, http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/141014-hans-bader/ [9. November 2020].

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